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26 03 2012 Süddeutsche Zeitung Sonderausgabe »Schriftbild – Schönheit der Sprache«
Gemeinsam mit dem Kollegen und Schweizerdegen meines Vertrauens Martin Z. Schröder, gestaltete ich im Frühjahr die Sonderausgabe »Schriftbild« der Süddeutschen Zeitung. Am 10. März 2012 erschien als Beilage der SZ Nr. 59 das achtseitige Wochenende Spezial: Schönheit der Sprache, in welchem Fotos einmal gänzlich verboten waren – eine »Hommage an die Druckkunst und die Schönheit des geschriebenen Wortes« [SZ]. Lediglich erlesene Satzschriften, Zierelemente und Kalligrafie, wie sie auch der klassische Buchdruck hätte abbilden können, sollten diese außerordentliche Wochenendbeilage ausstatten. Das Konzept – letztlich ein kurzer Streifzug durch die Schriftgeschichte vom Mittelalter bis zur Neuzeit – die typografische und farbliche Ausstattung, das Seitenlayout sowie die Anfertigung sämtlicher ausschmückender Elemente vertraute man dabei gänzlich unserem Geschmack an. Der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, hier insbesondere Gustav Seibt und Alex Rühle, sei dafür noch einmal herzlich gedankt.
Vier der insgesamt acht Zeitungsseiten, Satzspiegel 371 × 529 mm. Wer sich für Schrift und Sprache begeistert und beispielsweise Lust hat, Gustav Seibt einmal in Fraktur zu lesen, oder Max Goldt in der Prillwitz – eine seltener gesehene Meisterleistung deutscher klassizistischer Typografie und ein würdiges Pendant zur französischen Didot und der italienischen Bodoni – dem sei dieses bibliophile Sammlerstück wärmstens emfohlen. Auch eine E-Book-Version wurde gestaltet und ist beim Verlag erhältlich. Desweiteren schrieben thematisch für diese Sonderausgabe: Nora Bossong, Franzobel, Durs Grünbein, Steffen Jacobs, Joachim Käppner, Hilmar Klute, Gerhard Matzig, Renate Meinhof, Lothar Müller, Kolja Reichert (interviewte W.J.T. Mitchell), Alex Rühle, Hermann Unterstöger und Ror Wolf.
25 03 2012 Remake eines Klassikers innerhalb der Max-Goldt-Reihe
Wer sich dieser Tage das Taschenbuch »Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens« im Handel kauft, erhält diesen mittlerweile zum 6. Mal aufgelegten Max-Goldt-Klassiker in einem neugestalteten, handgezeichneten Cover. Mit der Neugestaltung, passend zu den Goldt-Büchern »QQ« und »Ein Buch namens Zimbo« (Cover, die ich in den Jahren zuvor gestaltet habe), hatten mich der Schriftsteller und der Rowohlt Verlag Ende 2011 beauftragt.
07 10 2011 Frank Ortmann zeichnet Filmtitel für »The Gift« von Andrew (Griff) Griffin
Der britische Filmemacher Andrew Griffin (links) mit Kamerateam bei den Dreharbeiten zu »The Gift«
Der kalligrafische Filmtitel
Szenen aus »The Gift« (2011) mit Kate Dickie als Georgie und David McKay als Ian
© Fotos: Stork Nest Films
27 09 2011 Frank Ortmann entwickelt Markenlogo für Stuttgarter Traditionsunternehmen Shmueloff
In Stuttgart seit zwei Generationen ein Begriff, bündelt das Familienunternehmen Shmueloff nun auch in Potsdam Fachkompetenz rund um die Geschäftsfelder Edelsteinkunde (Gemmologie), feiner Schmuck und Antiquitäten. Um den Herausforderungen neuer Märkte im In- und Ausland mit starker Identität zu begegnen und das Unternehmen zukünftig deutlich als Qualitätsmarke zu positionieren, entschloss sich die Geschäftsleitung zur Einführung eines einheitlichen Corporate Designs. Hier zeige ich vier Wort-Bild-Marken, die ich im Prozess der Logofindung entworfen habe, um gemeinsam mit dem Unternehmen die visuelle Sprache zu erarbeiten, in der die Werte und Ziele der Marke künftig am treffendsten zum Ausdruck kommen. Keine der Wortmarken ist dabei lediglich aus einer herkömmlichen Satzschrift (Font) gesetzt worden. Alle Shmueloff-Schriftzüge sind, wie auch alle Bildmarken, »maßgeschneiderte« Einzelstücke zugunsten der Einzigartigkeit des Logos – ein, wie ich finde, wichtiger kleiner Wettbewerbsvorteil. Sobald die Logofindungs-Phase abgeschlossen ist, wird meine nächste Aufgabe die Gestaltung der Geschäftsausstattung auf Basis des neuen Firmenzeichens sein.
29 08 2011 Schöner bookmarken mit Hannah Höch
Die Bücherstube »Hannah Höch« mit gleichnamigem Antiquariat ist seit 15 Jahren am schönen oberen Hauptmarkt meiner Heimatstadt Gotha ansässig. Namenspatin dieses wichtigen kulturellen Kleinods, in dessen Keller Gespräche, Lesungen und diverse andere Veranstaltungen stattfinden, ist die Gothaer Dadaistin Hannah Höch (1889–1978), Mitbegründerin von Dada Berlin und Entwicklerin des Fotomontage-Stils. Buchhandlungen mit handverlesenem, »gesunden« Angebot wie die gothaer »Hannah« sind selten geworden. Sie gehören gelobt, rege besucht und nach Kräften unterstützt. Ein kleiner bescheidener Beitrag sollen diese Lesezeichen-Postkarten sein, ein Giveaway zur Verkaufsförderung, die ich für Inhaber Andreas Zink (mit herzlichen Grüßen) entworfen und in zunächst 1.000er-Auflage habe produzieren lassen.
Postkarte DIN A6, Recyclingpapier 300g/1,25-faches Volumen, Offset, 1. Auflage (1.000). Aus der Karte lassen sich zwei, in Format und Haptik angenehme Lesezeichen ausschneiden. Auf der Rückseite befinden sich jeweils die Kontaktinformationen der Buchhandlung. Auch der Versand als Standard-Postkarte ist möglich.